Der 14. Dalai Lama https://de.dalailama.com/ en-us Gratulation an die Premierministerin von Japan https://de.dalailama.com/news/gratulation-an-die-premierministerin-von-japan Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/gratulation-an-die-premierministerin-von-japan Neu-Delhi, Indien – Seine Heiligkeit der Dalai Lama hat an Sanae Takaichi geschrieben, um ihr herzliche Glückwünsche zu ihrer Wahl als Premierministerin von Japan auszusprechen.

„Es ist ermutigend zu sehen, dass die Menschen in Japan ihr Vertrauen in Ihre fähige Führung gesetzt haben“, schrieb er. „In einer Zeit, in der unsere Welt vor vielen komplexen Herausforderungen steht, ist eine Führung, die auf Mitgefühl und aufrichtiger Sorge um das Wohlergehen anderer basiert, von größter Bedeutung. Ich hoffe, dass Ihre Wahl vielen als Inspiration dienen wird und dazu beiträgt, eine menschlichere, kooperativere und friedlichere Weltgemeinschaft zu fördern.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Erfüllung Ihrer verantwortungsvollen Aufgaben, um die Bestrebungen des japanischen Volkes zu verwirklichen und an der Schaffung einer mitfühlenderen und friedlicheren Welt zu arbeiten.“

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Presseerklärung https://de.dalailama.com/news/presseerklärung Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/presseerklärung In einigen jüngsten Medienberichten und Beiträgen in den sozialen Medien im Zusammenhang mit den „Epstein-Akten“ wird versucht, Seine Heiligkeit den Dalai Lama mit Jeffrey Epstein in Verbindung zu bringen.

Wir können eindeutig bestätigen, dass Seine Heiligkeit Jeffrey Epstein niemals getroffen hat und niemals ein Treffen oder eine Interaktion mit ihm durch irgendjemanden im Namen Seiner Heiligkeit autorisiert hat.

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Seine Heiligkeit erhält Grammy-Auszeichnung: Fokus auf universelle Verantwortung und Mitgefühl https://de.dalailama.com/news/seine-heiligkeit-erhält-grammy-auszeichnung-fokus-auf-universelle-verantwortung-und-mitgefühl Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/seine-heiligkeit-erhält-grammy-auszeichnung-fokus-auf-universelle-verantwortung-und-mitgefühl Grammy Award für die beste Hörbuch-Sprecherleistung – „Meditationen: Die Reflexionen Seiner Heiligkeit des Dalai Lama“.

„Ich nehme diese Anerkennung mit Dankbarkeit und Demut entgegen. Ich sehe darin nichts Persönliches, sondern vielmehr eine Anerkennung unserer gemeinsamen universellen Verantwortung. Ich bin fest davon überzeugt, dass Frieden, Mitgefühl, der Schutz unserer Umwelt und das Verständnis für die Einheit der Menschheit für das kollektive Wohlergehen aller acht Milliarden Menschen unerlässlich sind. Ich bin dankbar, dass diese Grammy-Auszeichnung dazu beitragen kann, diese Botschaften noch weiter zu verbreiten.“

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Gebete für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama im Kloster Ganden https://de.dalailama.com/news/gebete-für-das-lange-leben-seiner-heiligkeit-des-dalai-lama-im-kloster-ganden Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/gebete-für-das-lange-leben-seiner-heiligkeit-des-dalai-lama-im-kloster-ganden Mundgod, Karnataka, Indien – Heute Morgen verließ Seine Heiligkeit der Dalai Lama das Kloster Drepung Gomang für die kurze Fahrt zum Campus des Klosters Ganden. Sein erster Halt war am Jangtsé-College, wo er gebeten worden war, ein neues Schulgebäude sowie die Statuen von Jé Tsongkhapa und Seiner Heiligkeit, die es schmücken, sowie eine neue Bibliothek einzuweihen und zu segnen.

Bildunterschrift: Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama wird eine Gedenktafel über das neue Schulgebäude und die Bibliothek des Jangtse-Colleges gezeigt, die er auf seinem Weg zu den Langlebensgebeten im Kloster Gaden in Mundgod, Karnataka, Indien, am 21. Januar 2026 gesegnet hat. (Foto: Tenzin Choejor)

Als Seine Heiligkeit mit einem strahlenden Lächeln eintraf, erklangen Hörner. Er wurde vom Ganden Tri Rinpoché begrüßt. Als glückverheißende Einweihungsgeste entzündete Seine Heiligkeit eine Butterlampe. Ein Mandala sowie Symbole für Körper, Rede und Geist des Buddha wurden dargebracht. Förderer trugen in einer Prozession Opfergaben vorbei, während Tee und süßer Reis serviert wurden.

Der Thron Seiner Heiligkeit war den beiden Statuen zugewandt. Eine Schnur war so gespannt, dass sie vom Thron zu den Statuen verlief und eine physische Verbindung zwischen ihnen und Seiner Heiligkeit herstellte. Nachdem er die Einweihungsgebete rezitiert hatte, wurden ihm Messingtafeln in tibetischer und englischer Sprache gezeigt, die den Zweck der Gebäude und deren Einweihung durch ihn beschreiben. Der oberste Mönch von Sri Lanka überreichte einen Schössling des Bodhi-Baums, der gesegnet wurde, bevor er zwischen den beiden neuen Gebäuden gepflanzt werden soll.

Seine Heiligkeit fuhr anschließend zum neu errichteten Ganden Serdong Khang – dem Haus der Goldenen Reliquien, das an die früheren Halter des Ganden-Throns erinnert – und segnete es. Dieses neue Gebäude befindet sich direkt neben Ganden Lachi.

Bei der Ankunft in Ganden Lachi war die Straße mit Blütenblättern bestreut. Seine Heiligkeit wurde von Tashi-Shölpa-Tänzern sowie Tänzern aus verschiedenen Regionen Tibets empfangen. Von der Veranda aus neckte Seine Heiligkeit die Schneelöwen-Tänzer, die mit vergnügtem Wackeln antworteten. Er entzündete eine weitere Einweihungslampe und wurde unter einem großen, goldenen zeremoniellen Schirm vom Ganden Tri Rinpoché, den beiden Äbten der Klöster Shartsé und Jangtsé, dem Vertreter der tibetischen Siedlung Mundgod und den Disziplinarmeistern des Klosters Ganden zu seinem Thron in der Ganden-Lachi-Versammlungshalle geleitet.

Bildunterschrift: Schneelöwen-Tänzer beobachten die Ankunft Seiner Heiligkeit des Dalai Lama in Gaden Lachi zur Teilnahme an den Langlebensgebeten in Mundgod, Karnataka, Indien, am 21. Januar 2026. (Foto: Tenzin Choejor)

Sobald Seine Heiligkeit Platz genommen hatte, überreichte ihm der Ganden Tri Rinpoché eine Katag (einen weißen Seidenschal) und nahm dann seinen eigenen Sitz gegenüber ein, um das heutige Ritual gemeinsam mit dem Shartsé Chöjé und den beiden ehrwürdigen Äbten von Shartsé und Jangtsé zu leiten. Tri Rinpoché hatte in den letzten Tagen das Tsé-drub, die Vorbereitungen für die heutigen Gebete, angeführt. Das heutige Ritual „Ein exzellentes Gefäß des Nektars der Unsterblichkeit“ ist als Jé Tsézinma bekannt und konzentriert sich auf Jé Tsongkhapa im Aspekt von Amitayus, der Gottheit des langen Lebens. Dabei wird Jé Rinpoché visualisiert, wie er ein Gefäß mit dem Nektar der Unsterblichkeit hält. Zu diesem Anlass erwähnt die dritte Zeile des berühmten Mig-tsé-ma-Lobpreises „Amitayus, der den unzeitigen Tod besiegt“. Dieses Ritual wurde ursprünglich vom damaligen Shartsé Chöjé, Yongdzin Ling Tulku Lobsang Lungtok Tenzin Trinley, auf Wunsch von Gungru Tulku Kangyur Lama Tenpa Chöphel verfasst, einem großen Lehrer des Klosters Drepung Gomang.

Das Ritual begann mit der Visualisierung des Lamas in der Gestalt von Jé Rinpoché: lächelnd, mit weißem Teint, in den gelben Gewändern eines Mönchs und dem Pandita-Hut. In seiner rechten Hand hält er den Stiel einer Utpala-Blume, auf der ein Schwert der Weisheit steht. Seine linke Hand hält ein Gefäß mit dem Nektar der Unsterblichkeit und einen Zweig des wunscherfüllenden Baumes, der eine Schriftstütze trägt. Er ist hell und strahlend und erleuchtet die Buddha-Felder, die auf dem Körper des Lamas erscheinen. Seine drei Zentren sind mit einem weißen Om, einem roten Ah und einem blauen Hum markiert.

Es folgten Worte des Lobes und der Bitte: „Lobpreis den Überwindern; ihr, die ihr über Äonen trainiert habt, trainiert in Mitgefühl, alle Gebete erfüllt habt – bitte vollbringt heute erleuchtete Taten für alle fühlenden Wesen. Bitte vollbringt alle Arten von Wundern, um die fühlenden Wesen zu befreien.“

Weisheitswesen verschmolzen mit dem Lama. Ihm wurden die acht Opfergaben, Trinkwasser und so weiter dargebracht. Das „Sieben-Glieder-Gebet“ wurde an ihn gerichtet. Tsog (Opferspeise) wurde dem Lama dargebracht, der davon kostete. Der Ganden Tri Rinpoché – der Vajra-Acharya bei diesem Anlass –, der Sharpa Chojé, die Äbte und ehemaligen Äbte von Ganden Shartsé und Jangtsé, der Abt des Nyingma-Klosters, die Verwaltungsleiter von Ganden und die Sponsoren traten an Seine Heiligkeit heran, um seinen Segen zu empfangen. Der Ganden Tri Rinpoché rezitierte den Text und überreichte Seiner Heiligkeit den Langlebens-Pfeil, den er annahm. Während der Tsog unter der Gemeinde verteilt wurde, hielten die führenden Lamas um den Thron kleine Vajras an ihre Herzen, die durch einen farbigen Faden verbunden waren, während sie Gebete für das lange Leben des Lamas sprachen.

Bildunterschrift: Ganden Tri Rinpoché überreicht Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama während der Langlebensgebeten in Gaden Lachi in Mundgod, Karnataka, Indien, am 21. Januar 2026 Opfergaben. (Foto: Tenzin Choejor)

Der Ganden Tri Rinpoché bot zusammen mit den Äbten von Ganden Shartsé und Jangtsé sowie der Siedlungsbeauftragten ein Mandala und Symbole für Körper, Rede und Geist des Buddha dar und bat Seine Heiligkeit ausdrücklich darum, lange zu leben. Zusätzlich opferten sie ein Gefäß mit dem Nektar der Unsterblichkeit, Langlebens-Elixier, Langlebens-Pillen, Mönchsgewänder, eine Sitzmatte, eine Almosenschale, einen Kar-sil (Mönchsstab) sowie Symbole der fünf Buddha-Familien, die sieben königlichen Embleme, die acht glückverheißenden Symbole und die acht glückverheißenden Substanzen.

Der Lama wurde als Verkörperung aller Buddhas visualisiert, während ihm Opfergaben dargebracht wurden und er gebeten wurde, lange in der Welt zu bleiben, um die Lehren von Jé Tsongkhapa mit allen fühlenden Wesen zu teilen. Der Geist des Lamas wurde so imaginiert, dass er die „Sieben Juwelen eines Arya-Wesens“ umfasst.

Eine Prozession von Menschen mit Opfergaben zog durch den Tempel, während Gebete für das lange Leben Seiner Heiligkeit und sein langes Namensmantra rezitiert wurden: Om Ah Guru Vajradhara Bhattaraka Manjushri Vagindra Sumati Jnana Shasana Dhara Samudra Shri Bhadra Sarva Siddhi Hum Hum.

Die Siedlungsbeauftragte Frau Rinchen Wangmo verlas eine Bitte an Seine Heiligkeit als Verkörperung von Avalokiteshvara: „Wir, die wir hier sind, haben unerschütterliches Vertrauen in Sie. Sie haben das 90. Lebensjahr in einer kritischen Zeit für den Buddha-Dharma und das tibetische Volk erreicht. Sie haben hart gearbeitet, um uns zu führen, und wir, die Bewohner der tibetischen Siedlung Doeguling, danken Ihnen mit einem Rad des Dharma aus Gold und Silber als Zeichen unserer ein-gerichteten Hingabe und zur Feier Ihres 90. Jahres. Mögen alle Hindernisse für Ihr Leben abgewendet werden. Möge Ihr Leben unerschütterlich und ungehindert sein.“

Vertreter der tibetischen Siedlung Doeguling überreichen Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama während der Langlebensgebeten in Gaden Lachi ein Rad des Dharma, Mundgod, Karnataka, Indien, 21. Januar 2026. Foto: Tenzin Choejor

Seine Heiligkeit nahm die Bitte an, und ein Dankbarkeits-Mandala wurde ihm dargebracht. Es wurde ein „Gebet für das Gedeihen der Lehre Tsongkhapas“, verfasst von Gungthang Tenpai Drönmé, rezitiert, gefolgt von einem „Lobpreis auf Amitayus“, „Glückverheißungsversen in Verbindung mit den Drei Juwelen“ und den „Worten der Wahrheit“.

Als die Zeremonie zu Ende ging, erhob sich Seine Heiligkeit vom Thron und schritt festen Fußes durch die Versammlungshalle, wobei er lächelte und die Mitglieder der Gemeinde grüßte. Der Ganden Tri Rinpoché verabschiedete ihn. Seine Heiligkeit fuhr in einem Golfwagen vom Eingang der Halle zu einem wartenden Auto, mit dem er zurück nach Drepung Gomang fuhr.

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Ansprache vor Studenten des Tibet House, New Delhi https://de.dalailama.com/news/ansprache-vor-studenten-des-tibet-house-new-delhi Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/ansprache-vor-studenten-des-tibet-house-new-delhi Drepung Gomang, Mundgod, Karnataka, Indien – Gestern hatten 237 Studenten von Geshe Dorjee Damdul, dem Direktor des Tibet House in Neu-Delhi, eine Audienz bei Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama. Geshe-la stellte die Studenten vor, von denen mehr als einhundert aus Indien und die übrigen aus vielen verschiedenen Ländern der Welt stammten. Er erklärte, dass sie sich in Mundgod befanden, um an einem zehntägigen Retreat zum Thema „Besondere Einsicht“ (Vipashyana) teilzunehmen, das vom Tibet House im Science and Meditation Centre des Klosters Drepung Loseling organisiert worden war.

Geshe Dorjee Damdul, Direktor des Tibet House, Neu-Delhi, und 237 seiner Studenten während eines Treffens mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama am Debattenplatz von Drepung Gomang in Mundgod, Indien, am 16. Januar 2026. (Foto: Tenzin Choejor)

Nach dem Treffen mit Seiner Heiligkeit nahmen die Studenten an einem kurzen Ritual zur Erzeugung des Erleuchtungsgeistes (Bodhichitta) teil, bei dem folgender Vers rezitiert wurde:

Ich nehme Zuflucht zu den Drei Juwelen.
Ich bekenne jede einzelne Fehltat.
Ich erfreue mich an den heilsamen Handlungen aller Wesen.
Ich nehme mir die Erleuchtung der Buddhas zu Herzen.

Ich suche Zuflucht zu Buddha, Dharma und der Höchsten Gemeinschaft, bis ich die Erleuchtung erlange.
Um die Ziele für mich und andere zu erfüllen, werde ich den Erleuchtungsgeist entwickeln.

Nachdem ich das Streben nach höchster Erleuchtung entwickelt habe, lade ich alle fühlenden Wesen als meine Gäste ein und werde die beglückenden Übungen der höchsten Erleuchtung praktizieren; Möge ich ein Buddha werden, um allen fühlenden Wesen zu nutzen.

Anschließend sangen sie den folgenden Vers zum Lobpreis von Buddha Shakyamuni sowie sein Mantra:

Geschickt und aus Mitgefühl wurdest du in der Familie der Shakyas geboren, du hast die bösen Mächte bezwungen und wurdest unbesiegbar, dein Körper glich einem majestätischen goldenen Berg – ich verneige mich vor dir, o Shakyasinha, König der Shakyas. Om Muni Muni Maha Muna Ye Svaha

Daraufhin sprach Seine Heiligkeit zu der Versammlung.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama spricht zu Teilnehmern eines Retreats aus aller Welt am Debattenplatz von Drepung Gomang, 16. Januar 2026. (Foto: Tenzin Choejor)

„Der Buddhismus verbreitete sich über die gesamte Länge und Breite Tibets, dem Land des Schnees. Ich wurde in Dhomey (Amdo) geboren, aber schon als Kind hatte ich ein-gerichtetes Vertrauen in den Buddha und den brennenden Wunsch, den Jowo (die Buddha-Statue) in Lhasa zu sehen. Als Teil meiner buddhistischen Ausbildung studierte ich intensiv die Pramanavarttika (Kommentar zur gültigen Erkenntnis) und achtete dabei besonders auf den dreifachen Prozess: (1) die Position anderer zu widerlegen, (2) die eigene Position darzulegen und (3) Einwände dagegen zu entkräften.

In der heutigen Welt finden wir unterschiedliche religiöse Glaubenssysteme, Menschen ohne einen solchen Glauben sowie jene, die Religion kritisieren. Die analytischen Werkzeuge der Pramanavarttika sind im heutigen Umfeld sehr nützlich. Tatsächlich ist die Art und Weise, wie unsere buddhistischen Texte Untersuchung und Experimentieren betonen – anstatt Dingen einfach aus blindem Glauben zu folgen –, heute sehr wichtig. Ich empfinde auch die Anweisungen in den Texten zur Erkenntnistheorie und Logik als sehr hilfreich für meine eigene Denkweise. Der Prozess der detaillierten Prüfung beim Widerlegen gegnerischer Positionen, dem Feststellen der eigenen Ansicht und dem Entkräften von Kritik hilft dabei, Gewissheit im eigenen Geist zu erlangen. Der eigentliche Zweck dieser Untersuchungsprozesse darüber, was wahr oder falsch ist, besteht darin, inneren Frieden zu finden.

Als ich Peking besuchte und Mao Zedong traf, war er mir gegenüber recht herzlich eingestellt. Da ich inneren Frieden für wichtig halte, versuchte ich, ihm das zu vermitteln, und er schien es zu schätzen.

Bei unserem letzten Treffen sagte mir Mao Zedong jedoch, dass Religion Gift sei. Ich schwieg, aber in meinem eigenen Geist dachte ich: ‚Tatsächlich ist die Behauptung, der Kommunismus sei die ultimative Ideologie – genau das ist in Wahrheit Gift!‘

Die Art und Weise, wie unsere buddhistischen Texte uns lehren, einen rationalen Ansatz bei der Suche nach der Realität zu wählen, ist sehr kostbar. Persönlich habe ich sehr gute Verbindungen zu modernen Wissenschaftlern aufgebaut, weil ich bei meinen Untersuchungen die Analyse anwende. Das ist etwas, das Wissenschaftler schätzen.“

Gruppenfoto von Geshe Dorjee Damdul und seinen Studenten mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama in Mundgod, 16. Januar 2026. (Foto: Tenzin Choejor)

Bildunterschrift: Gruppenfoto von Geshe Dorjee Damdul und seinen Studenten mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama in Mundgod, 16. Januar 2026. (Foto: Tenzin Choejor)

„Seit ich ins Exil nach Indien gekommen bin, habe ich viele verschiedene Orte in diesem Land besucht. Überall, wo ich hinkomme, interessieren sich die Menschen für das, was ich über den Buddhismus zu sagen habe. Was mich betrifft, so ist der wichtigste Punkt, inneren Frieden zu finden. Ich für meinen Teil reflektiere jeden Morgen nach dem Aufwachen darüber, wie ich allen fühlenden Wesen von Nutzen sein kann, und das bringt mir inneren Frieden – ein Gefühl der Gelassenheit in mir selbst.

Vielen Dank.“

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Langlebensgebet für Seine Heiligkeit den Dalai Lama im Kloster Drepung https://de.dalailama.com/news/langlebensgebet-für-seine-heiligkeit-den-dalai-lama-im-kloster-drepung Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/langlebensgebet-für-seine-heiligkeit-den-dalai-lama-im-kloster-drepung Mundgod, Karnataka, Indien – Als Seine Heiligkeit der Dalai Lama heute Morgen in ruhigem Tempo vom Kloster Drepung Gomang nach Drepung Lachi fuhr, lächelte und winkte er den hunderten Menschen zu, die die Straße säumten, um ihn zu begrüßen. Hornsignale kündigten seine Ankunft an, während die Mönche in der Versammlungshalle von Drepung Lachi das „Mik-tse-ma“-Lobpreisgebet an Jé Tsongkhapa rezitierten. Mit seinem Pandit-Hut schritt er durch die Mitte der Halle und lächelte den zu beiden Seiten sitzenden Mönchen zu. Der Ganden Tripa, das spirituelle Oberhaupt der Gelug-Tradition, trat vor, um ihn willkommen zu heißen. Seine Heiligkeit nahm auf dem Thron Platz.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama trifft in der Versammlungshalle von Drepung Lachi ein, um an den Langlebensgebeten teilzunehmen, die ihm vom Kloster Drepung und dem Kloster Rato dargebracht werden, in Mundgod, Karnataka, Indien, am 24. Dezember 2025. Foto: Ven Zamling Norbu

Während eine Lobpreisung auf Jamyang Chöjé Tashi Palden – den Gründer des Klosters Drepung und dessen ersten Thronhalter – gesungen wurde, überreichte der aktuelle Drepung Tripa (Thronhalter von Drepung), Togden Rinpoche, Seiner Heiligkeit ein Mandala sowie Symbole für Körper, Rede und Geist des Buddha.

Anschließend wurde ein poetisches Gebet von Tsongkhapas zweitem Hauptschüler, Khedrup-jé, rezitiert, das als „Stimme Brahmas“ (Palden Yönten) bekannt ist. Dieses Werk wurde auf Ersuchen der gelehrten Schüler von Gyaltsab-jé verfasst, als dieser nach dem Verscheiden von Jé Tsongkhapa den Ganden-Thron bestieg. Der Drepung Tripa überreichte Seiner Heiligkeit daraufhin eine Statue von Jamyang Chöjé als Zeichen der Dankbarkeit der gesamten Mönchsgemeinschaft von Drepung. Das Kloster Ratö opferte ein Dharmarad, das vom Abt von Ratö und zwei ehemaligen Äbten überreicht wurde – in Anerkennung der 90 Jahre, in denen Seine Heiligkeit durch seine altruistischen Aktivitäten zum Wohle der Welt gewirkt hat.

Eine Statue von Jamyang Chöjé wird Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama von der Mönchsgemeinschaft von Drepung während des Programms in der Versammlungshalle von Drepung Lachi in Mundgod, Karnataka, Indien, am 24. Dezember 2025 dargebracht. Foto: Tenzin Choejor

Es wurden Tee und zeremonieller süßer Reis serviert.

Togden Rinpoche, der Drepung Tripa, verlas eine Erklärung zur Entscheidung des Klosters Drepung, Seine Heiligkeit zum Thronhalter von Drepung (Drepung Tripa) zu ernennen. Er erinnerte daran, dass Jé Tsongkhapa bei der Gründung des Klosters Ganden eine weiße Muschel ausgegraben hatte. Später gab er diese Muschel seinem Schüler Jamyang Chöjé Tashi Palden mit der Bitte, ein Kloster zu gründen. Seitdem wurde der Thron von Jamyang Chöjé von einer Reihe von Äbten von Drepung besetzt.

Im Jahr 1959 kam Seine Heiligkeit der Dalai Lama ins Exil nach Indien, wo er die tibetischen klösterlichen Lehrzentren wieder aufbaute und die Lehre Buddhas neu entfachte. Seine Heiligkeit der Dalai Lama hat erklärt, dass er zur Zeit der Gründung des Klosters Drepung Jamyang Chöjé war.

Der aktuelle Drepung Tripa (Thronhalter von Drepung), Togden Rinpoche, verliest die Entscheidung, Seine Heiligkeit den Dalai Lama zum Drepung Tripa zu erklären, während der Inthronisierungszeremonie in der Versammlungshalle von Drepung Lachi in Mundgod, Karnataka, Indien, am 24. Dezember 2025. Foto: Tenzin Choejor

„Wir haben Seine Heiligkeit gebeten“, so Togden Rinpoche weiter, „uns zu erlauben, ihn auf dem Goldenen Thron von Jamyang Chöjé zu inthronisieren. Wir danken Seiner Heiligkeit für die Annahme unserer Bitte. Wir beten für sein langes Leben und darum, dass er uns Leben für Leben in seiner Obhut hält, bis wir die Erleuchtung erlangen.“

Die Gebete für das lange Leben Seiner Heiligkeit begannen mit der Anrufung der Sechzehn Arhats (Ältesten), jener Wesen, die Buddha beauftragt hatte, seine Lehre zu schützen. Der Drepung Tripa brachte ein einleitendes Mandala-Opfer dar, woraufhin der Ganden Tripa, Sharpa Chöjé, Bönpo Menri Trizin, die Äbte der Klöster Gomang und Loseling, ehemalige Drepung Tripas, ehemalige Äbte von Loseling und Gomang sowie einige Gönner an Seine Heiligkeit herantraten, um seinen Segen zu empfangen.

Als Nächstes wurde ein Ritual durchgeführt, um die Erleuchteten symbolisch zu waschen, zu trocknen und einzukleiden, verbunden mit der Bitte, dass der Dharma gedeihen möge und diejenigen, die ihn aufrechterhalten, lange leben mögen.

Das Nechung-Orakel betrat im Laufschritt die Halle, ein Schwert in der rechten und einen Bogen in der linken Hand. Es überreichte Seiner Heiligkeit ein Mandala sowie die drei Symbole für Körper, Rede und Geist Buddhas und sprach ihn liebevoll an. Danach erwies es den Darstellungen der Erleuchteten und spirituellen Meister im hinteren Teil der Halle seine Reverenz. Das Orakel überreichte dem Drepung Tripa einen Seidenschal (Khatag), bevor es gegenüber von Seiner Heiligkeit Platz nahm.

Das Nechung-Orakel nimmt gegenüber von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama Platz während der Langlebensgebete für Seine Heiligkeit in der Versammlungshalle von Drepung Lachi in Mundgod, Karnataka, Indien, am 24. Dezember 2025. Foto: Tenzin Choejor

Es lud hochrangige Lamas ein, sich den Gebeten für das lange Leben Seiner Heiligkeit anzuschließen, indem es Vajras anbot, die durch bunte Schnüre mit Seiner Heiligkeit, den Lamas und ihm selbst verbunden waren. Ein Tsog-Opfer wurde dargebracht, von dem Seine Heiligkeit einen symbolischen Anteil zu sich nahm.

Es folgten Gebete für das Gedeihen des Dharma, insbesondere der Tradition von Jé Tsongkhapa. Danach wurde die „Melodie des Nektars der Unsterblichkeit“ rezitiert, ein Gebet für das lange Leben Seiner Heiligkeit von Jamyang Khyentsé Chökyi Lodro. Währenddessen zog eine Prozession von Mönchen, Nonnen und Gönnern mit Gaben durch die Halle.

Der Drepung Tripa verlas eine Würdigung Seiner Heiligkeit und die formelle Bitte um ein langes Leben. Es folgte die Darbringung eines Mandalas sowie der Symbole von Körper, Rede und Geist Buddhas, einer Langlebens-Vase (aus der Seine Heiligkeit einen Tropfen Nektar nahm) und einer Menge von Langlebens-Pillen, von denen er eine aß. Anschließend wurden ihm Tabletts mit den acht Glückssymbolen, den sieben königlichen Emblemen und den acht glücksbringenden Substanzen überreicht.

Eine Prozession von Mönchen, Nonnen und Gönnern mit Gaben steht in einer Reihe vor der Versammlungshalle von Drepung Lachi während der Langlebensgebete für Seine Heiligkeit den Dalai Lama in Mundgod, Karnataka, Indien, am 24. Dezember 2025. Foto: Tenzin Choejor

Das „Lied der Unsterblichkeit“ – das ausführliche Gebet für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, verfasst von seinen beiden Tutoren – wurde rezitiert. Gönner traten an Seine Heiligkeit heran, um seinen Segen zu erbitten. Die Sechzehn Arhats wurden erneut angerufen.

Zum Abschluss der Zeremonie wurde vom Abt des Klosters Ratö und zwei ehemaligen Äbten von Ratö ein Dankes-Mandala dargebracht – als Dank dafür, dass Seine Heiligkeit die Bitte der Versammlung angenommen hat, zum Wohle der Lehren und aller fühlenden Wesen lange zu leben.

Die abschließenden Gebete umfassten ein „Gebet an Amitayus“, die sieben Zweige aus dem „Samantabhadra-Gebet“, den „König der Gebete“, das „Gebet der Worte der Wahrheit“ sowie zahlreiche Glücksverse.

Nachdem Seine Heiligkeit die um den Thron sitzenden hohen Lamas gegrüßt hatte, verließ er die Halle. Vor der Tür trat er bewusst an den Rand der Veranda, um die mehrere tausend Mönche zu grüßen, die im Hof saßen. Von dort kehrte er zu seiner Residenz im Kloster Drepung Gomang zurück, wo er derzeit weilt.

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Ganden Ngamchö Feierlichkeiten im Kloster Drepung https://de.dalailama.com/news/ganden-ngamchö-feierlichkeiten-im-kloster-drepung Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/ganden-ngamchö-feierlichkeiten-im-kloster-drepung Mundgod, Karnataka, Indien – Auf Wunsch der gesamten Gelug-Tradition nahm Seine Heiligkeit der Dalai Lama heute im Kloster Drepung an der Ganden Ngamchö-Zeremonie teil, die an das Parinirvana von Jé Tsongkhapa erinnert. Zu diesem glückverheißenden Anlass überreichte die „Gelugpa Buddhist Cultural Society“ Seiner Heiligkeit eine Gedenkauszeichnung zu Ehren des 51. Jahrestages der offiziellen Verleihung seines Geshé-Lharampa-Grades.

Ganden Tripa Lobsang Dorje bringt Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama während der Ganden Ngamchö Feierlichkeiten im Kloster Drepung traditionelle Opfergaben dar. Mundgod, Karnataka, Indien, 14. Dezember 2025. Foto: Ven Zamling Norbu

Sobald Seine Heiligkeit auf dem Thron Platz genommen hatte, überreichte ihm der Ganden Tripa eine zeremonielle Khata – einen Seidenschal. Der Gesangsmeister rezitierte Tsongkhapas „Lobpreis des abhängigen Entstehens“, woraufhin Tee und Früchte serviert wurden. Als Nächstes wurde die Tsari-Tsog-Darbringung – die Ganachakra-Darbringung nach der Sutra-Tradition – vollzogen. Im Anschluss brachten der Ganden Tripa, Jangtsé Chöjé und Sharpa Chöjé das Mandala-Opfer der siebenunddreißig Haufen dar. Danach wurden Tee und zeremonieller süßer Reis verteilt.

Geshé Jangchub Sangyé, der Abt des Klosters Ganden Shartsé, verlas im Namen aller Mitglieder der Gelug-Tradition eine schriftliche Erläuterung zum Zweck der Gedenkauszeichnung für Seine Heiligkeit. Er erwähnte, dass Millionen von Gläubigen auf der ganzen Welt diesen glückverheißenden Meilenstein feiern, da Seine Heiligkeit sein 90. Lebensjahr begeht. Dementsprechend wurde die „Gelugpa Buddhist Cultural Society“ gebeten, eine besondere Veranstaltung zu organisieren.

Vertreter der Gelugpa Buddhist Cultural Society halten eine Gedenkauszeichnung zu Ehren des 51. Jahrestages der offiziellen Verleihung des Geshé-Lharampa-Grades an Seine Heiligkeit den Dalai Lama während der Ganden Ngamchö Feierlichkeiten im Kloster Drepung. Mundgod, Karnataka, Indien, 14. Dezember 2025. Foto: Tenzin Choejor

In diesem „Jahr des Mitgefühls“, das zugleich den 66. Jahrestag der Geshé-Lharampa-Prüfung in Lhasa im Jahr 1959, den 51. Jahrestag der offiziellen Verleihung des Geshé-Lharampa-Grades im Jahr 1974 und den 50. Jahrestag der Gründung der zentralen Prüfungskommission der Gelug-Universitäten in Indien im Jahr 1975 markiert, präsidierte Seine Heiligkeit diese feierliche Begehung von Ganden Ngamchö. Zu diesem Anlass wurde Seiner Heiligkeit im Namen des „Lhadhan Chötrul Monlam Chenmo Trust“ und der „Gelugpa Buddhist Cultural Society“ eine neu gefertigte Lharampa-Geshé-Auszeichnung aus Gold und Silber in Dankbarkeit und Ehrfurcht durch den Ganden Tripa, Jangtsé Chöjé und Sharpa Chöjé überreicht.

Es folgte die Rezitation eines Lobpreises auf Jé Tsongkhapa, „Auf dem Gipfel des östlichen Schneebergs“, verfasst vom ersten Dalai Lama, Gendun Drupa, sowie „Der Gesang der Unsterblichkeit – Das ausführliche Langlebensgebet für Seine Heiligkeit den Dalai Lama“, verfasst von seinen beiden Tutoren. Danach folgten das „Gebet für das Gedeihen der Tsongkhapa-Tradition“, das „Gebet der Worte der Wahrheit“ und das „Strebegebet für die Stufen des Pfades“ (Lamrim) von Jé Tsongkhapa.

Blick auf den Debattierhof des Klosters Drepung Gomang während der Ganden Ngamchö Feierlichkeiten in Mundgod, Karnataka, Indien, 14. Dezember 2025. Foto: Tenzin Choejor

Zum Abschluss der Zeremonie wurde das Mig-tse-ma-Gebet gesungen. Der Ganden Tripa, Jangtsé Chöjé, Sharpa Chöjé sowie die Äbte der Klöster Drepung Gomang und Drepung Loseling geleiteten Seine Heiligkeit mit Weihrauch und Khatas in den Händen respektvoll zu seiner Residenz.

Unter den Lamas, die an dieser Zeremonie teilnahmen, waren der Ganden Tripa, Lobsang Dorjé; der Jangtsé Chöjé und der Sharpa Chöjé; der Drepung Tripa sowie zwei ehemalige Drepung Tripas; die Äbte von Drepung Gomang und Drepung Loseling; Kundeling Rinpoché; Changkya Rinpoché; Ling Rinpoché sowie die Äbte der Klöster Sera Je, Ganden Shartse und Jangtse, Gyumé, Tashi Lhunpo, Ségyud, Namgyal und Ratö sowie viele weitere amtierende und ehemalige Äbte. Begleitet wurden sie von mehr als 10.000 Mönchen, lokalen Gemeindeführern, Tibetern aus fünf Siedlungen in Südindien sowie Gläubigen aus den Himalaya-Regionen und Bhutan.

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Seine Heiligkeit der Dalai Lama trifft im Kloster Drepung Gomang in Karnataka ein https://de.dalailama.com/news/seine-heiligkeit-der-dalai-lama-trifft-im-kloster-drepung-gomang-in-karnataka-ein Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/seine-heiligkeit-der-dalai-lama-trifft-im-kloster-drepung-gomang-in-karnataka-ein Mundgod, Karnataka, Indien – Gestern verließ Seine Heiligkeit der Dalai Lama Dharamsala, wo eine große Anzahl von Tibetern und Menschen aus Übersee die Straßen säumten und sich am Flughafen versammelten, um ihn zu verabschieden, und flog nach Delhi. Heute flog er von Delhi weiter nach Hubli in Karnataka, auf dem Weg zum großen Klostersitz Drepung im Exil.

Geshé Jigmé Gyatso, der Abt des Klosters Drepung Gomang, begrüßt Seine Heiligkeit den Dalai Lama bei seiner Ankunft am Flughafen in Hubli, Karnataka, Indien, 12. Dezember 2025. Foto: Tenzin Choejor

Am Flughafen von Hubli wurde Seine Heiligkeit von Geshé Jigmé Gyatso, dem Abt des Klosters Drepung Gomang, Mönlam Gyatso, dem leitenden Verwalter, und Jigmé Tsultrim, dem Hauptvertreter der Zentralen Tibetischen Verwaltung (CTA) im Süden, begrüßt. Zudem wurde er von der Hubli–Dharwad-Bezirksbeauftragten Divya Prabhu als Vertreterin der lokalen Zivilverwaltung, dem Polizeikommissar von Hubli–Dharwad, N. Shashikumar, und dem stellvertretenden Polizeikommissar Mahaning Nandaganvi empfangen. Vor dem Flughafen wurde er von Äbten verschiedener Klöster und den Siedlungsbeauftragten der fünf tibetischen Siedlungen willkommen geheißen.

Während der Fahrt Seiner Heiligkeit in Richtung Mundgod säumten Tausende von Menschen die Straßen, darunter Mönche und Nonnen aus verschiedenen Klöstern, die weiße Schals (Khatas), Blumen und Weihrauch in den Händen hielten. Die Straßen und die Siedlung waren mit Flaggen, Willkommensgrüßen und spirituellen Inschriften geschmückt.

Mitglieder der örtlichen Gemeinschaft säumen die Straßen, um Seine Heiligkeit den Dalai Lama willkommen zu heißen, während seine Fahrzeugkolonne zum Kloster Drepung Gomang in Mundgod fährt. Karnataka, Indien, 12. Dezember 2025. Foto: Tenzin Choejor

Bei seiner Ankunft im Kloster Drepung Gomang wurde Seine Heiligkeit vom Ehrwürdigsten Lobsang Dorjé, dem 105. Ganden Tripa, dem Jangtsé Chöjé und dem Shartsé Chöjé, dem amtierenden Drepung Tripa und zwei ehemaligen Drepung Tripas, den ehemaligen und aktuellen Äbten von Drepung sowie Äbten und Tulkus verschiedener anderer Klöster und Institutionen empfangen. Ebenfalls anwesend waren Kundeling Rinpoché, Ling Rinpoché und ältere Mönche aus Buxar, die zur ersten Generation der Mönche im Exil gehören. Neben diesen klösterlichen Würdenträgern waren auch der Polizeikommissar von Dharwad, Gunjan Arya, die Karwar-Bezirksbeauftragte Lakshmi Priya, der Karwar-Polizeichef Deepan M. N., der CEO der Bezirksverwaltung Karwar, Dr. Dileesh Sasi, die stellvertretende Kommissarin von Sirsi, Kavyarani, der Tehsildhar von Mundgod, Shankar Gowdi, sowie der ehemalige oberste Richter der Tibetischen Justizkommission, Tenzin Lungtok, anwesend, um ihn zu begrüßen.

Seine Heiligkeit schritt vom Debattierhof vor dem Kloster Drepung Gomang in die Versammlungshalle, wo er auf dem Thron Platz nahm. Der Ganden Tripa, der Drepung Tripa, der Abt von Gomang und der Siedlungsbeauftragte von Mundgod brachten jeweils ein Mandala sowie die dreifachen Symbole für Körper, Rede und Geist des Buddha dar, während das von seinen beiden Tutoren verfasste Langlebensgebet für Seine Heiligkeit rezitiert wurde.

Der Ganden Tripa wartet darauf, Seine Heiligkeit den Dalai Lama bei seiner Ankunft im Kloster Drepung Gomang zu begrüßen. Mundgod, Karnataka, Indien, 12. Dezember 2025. Foto: Tenzin Choejor

Der Versammlung wurden Tee und zeremonieller süßer Reis serviert, woraufhin Seine Heiligkeit eine kurze Ansprache an die Gemeinde richtete:

„Dieser Ort, an dem sich unsere tibetischen Siedlungen befinden, liegt südwestlich von Tibet. Heute haben sich Mitglieder der klösterlichen Gemeinschaften in freudiger und herzlicher Weise hier versammelt. Was bedeutet das? Es zeigt, dass die umfassenden und tiefgründigen buddhistischen Lehren der Sutras und Tantras – die makellose Lehre, die von großen Gelehrten wie Nagarjuna bewahrt wurde – von uns Tibetern weitergeführt werden. Trotz der Schwierigkeiten, mit denen sie in Tibet konfrontiert waren, haben unsere Landsleute eine starke Hingabe zu ihrer Religion und Kultur bewahrt.

Der wesentliche Punkt ist, dass wir Tibeter ein tiefes Verantwortungsbewusstsein für die Lehren des Schneelandes empfinden. Heute wächst der Respekt für den tibetischen Buddhismus nicht nur unter Tibetern, sondern auch in China und auf der ganzen Welt. Menschen unterschiedlicher Herkunft zeigen zunehmende Wertschätzung für die tibetische Religion und Kultur.

Wir beten nicht nur dafür, dass die Lehren Buddhas gedeihen mögen, wir stellen aktiv sicher, dass das Studium und die Verwirklichung der Lehren lebendig bleiben. Das Interesse am Buddhismus steigt stetig an, insbesondere bei der jüngeren Generation. Während einige Menschen dem Buddhismus als Religion vielleicht keinen Enthusiasmus entgegenbringen, besteht ein starkes Interesse am buddhistischen Ansatz des Studiums, der Kontemplation und der inneren Entwicklung. Deshalb arbeiten wir daran, unsere Auseinandersetzung mit den vollständigen Lehren des tibetischen Buddhismus zu erneuern.

Der Buddhismus ist etwas, das die Menschen in China, Tibet und der Himalaya-Region seit langem gemeinsam haben, und diese Verbindung vertieft sich weiter. Als Dalai Lama haben meine Erklärungen zum Dharma viele Menschen erreicht. Insbesondere die Himalaya-Region besitzt große Hingabe, und die Tibeter haben die starken Fundamente der buddhistischen Bildung aufrechterhalten. Infolgedessen breiten sich die Lehren – sowohl in ihrer schriftlichen Form als auch durch die praktische Erfahrung – weiter aus und nützen unzähligen Wesen.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama hält während der Begrüßungszeremonie im Kloster Drepung Gomang eine Ansprache an die Versammlung. Mundgod, Karnataka, Indien, 12. Dezember 2025. Foto: Ven Zamling Norbu

Ich habe auch Gespräche mit Wissenschaftlern geführt, die sich von den praktischen Aspekten des buddhistischen Denkens angezogen fühlen. Sie interessieren sich nicht für Diskussionen über vergangene und zukünftige Leben, sondern für die Methoden zur Kultivierung des inneren Friedens durch einen ruhigen und disziplinierten Geist. Sogar in überwiegend christlichen Ländern nimmt dieses Interesse zu. Wenn ich ins Ausland reise, werde ich herzlich empfangen, und die Menschen hören aufrichtig zu, was zu einer neuen Wertschätzung buddhistischer Erkenntnisse führt.

In Tibet war der Dharma nahezu ausgelöscht, aber diejenigen von uns, die ins Exil geflohen sind, haben fleißig daran gearbeitet, ihn zu bewahren. Heute schenken viele Wissenschaftler und andere der buddhistischen Sichtweise, der Meditation und dem ethischen Verhalten Aufmerksamkeit. Durch diesen Austausch wird deutlich, dass der Buddhismus einzigartige Methoden zur Zähmung des Geistes und zur Erlangung von innerem Frieden bietet. Die vollständigen Lehren der drei Fahrzeuge sind in unserer Tradition unversehrt geblieben.

Die Menschen in der gesamten Himalaya-Region zeigen großes Interesse am Dharma, insbesondere an den Lehren über Karma sowie Ursache und Wirkung. Da ich den Namen des Dalai Lama trage, erhalte ich viele Anfragen um Führung. Obwohl die chinesischen Behörden versucht haben, den Dharma in Tibet zu beseitigen, gewinnen die tiefgründigen Lehren des tibetischen Buddhismus weltweit nun noch größere Aufmerksamkeit.

Während wir Praktizierenden diese Lehren weiterhin aufrechterhalten, ist es ermutigend, dass Wissenschaftler und andere sich dafür interessieren. So wird der Dharma – verwurzelt in den drei höheren Schulungen und konzentriert auf die Kultivierung des inneren Friedens – heute weithin geschätzt, selbst von jenen, die nicht notwendigerweise einer religiösen Praxis folgen.“

Im Anschluss an diese Ausführungen und unter Erwähnung von Prophezeiungen und Träumen, die darauf hindeuten, dass er über 130 Jahre alt werden wird, ermutigte Seine Heiligkeit alle Anwesenden, fleißig an der Wiederbelebung und Stärkung des Dharma zu arbeiten und der Welt zu nützen. Danach geleitete der Abt des Gomang-Klosters Seine Heiligkeit zu seinen Räumlichkeiten im Obergeschoss des Debattierhofs.

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Seine Heiligkeit betet für die Opfer der Stürme in Asien https://de.dalailama.com/news/seine-heiligkeit-betet-für-die-opfer-der-stürme-in-asien Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/seine-heiligkeit-betet-für-die-opfer-der-stürme-in-asien Ich bin zutiefst betroffen zu erfahren, dass die jüngsten sintflutartigen Regenfälle und Stürme in Indonesien, Sri Lanka, Vietnam, Thailand, Malaysia, den Philippinen und anderen umliegenden Regionen tragische Todesfälle verursacht und für Millionen von Menschen große Not gebracht haben.

Ich spreche den Familien all jener, die ihr Leben verloren haben, mein herzliches Beileid aus und bete für die rasche Genesung derjenigen, die infolge dieser Naturkatastrophe verletzt wurden.

Meine Gebete gelten auch dem Erfolg der laufenden Rettungs- und Hilfsmaßnahmen in allen betroffenen Gebieten, damit sie so vielen Menschen wie möglich Trost und Erleichterung bringen mögen.

Mit meinen Gebeten,

Dalai Lama
2. Dezember 2025

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Gratulation an den Chief Minister von Bihar https://de.dalailama.com/news/gratulation-an-den-chief-minister-von-bihar Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/gratulation-an-den-chief-minister-von-bihar Thekchen Chöling, Dharamsala, HP, Indien – Seine Heiligkeit der Dalai Lama hat an Nitish Kumar geschrieben, um ihm zur erfolgreichen Wahl seiner Koalition bei den jüngsten Parlamentswahlen im Bundesstaat Bihar zu gratulieren.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama und Nitish Kumar, Ministerpräsident von Bihar, in Bodhgaya, Bihar, Indien, am 21. Dezember 2023. Foto: Tenzin Choejor

„Ich schätze Ihre Freundschaft und die großzügige Gastfreundschaft, die Sie mir während meiner Besuche in Bihar, insbesondere in Bodh Gaya, über die Jahre hinweg entgegengebracht haben, sehr“, schrieb er. „Ich möchte Ihnen auch meinen Dank aussprechen für Ihre anhaltende Unterstützung und Ermutigung meiner Bemühungen, das Bewusstsein und das Interesse an der alten indischen Gedankenwelt, wie sie durch die historische Nalanda-Tradition überliefert wurde, zu fördern. Wie Sie wissen, stellt Indiens alte Philosophie des Karuna (Mitgefühl) und die daraus hervorgehende Lebensweise des Ahimsa (Gewaltlosigkeit) ein inspirierendes Vorbild für den Rest der Welt dar.

Im Laufe der Jahre hat Bihar eine bedeutende Entwicklung und wachsenden Wohlstand in vielen Lebensbereichen erfahren. Solche Errungenschaften sind umso bedeutungsvoller, wenn sie das Leben der Armen und Bedürftigen wirklich verbessern.

Ich bete für Ihren anhaltenden Erfolg bei der Bewältigung der vor Ihnen liegenden Herausforderungen und bei der Erfüllung der Hoffnungen und Bedürfnisse der Menschen in Bihar.“

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Taiwanesische Mönche und Nonnen rezitieren den Text Essenz der ausgezeichneten Erklärungen https://de.dalailama.com/news/taiwanesische-mönche-und-nonnen-rezitieren-den-text-essenz-der-ausgezeichneten-erklärungen Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/taiwanesische-mönche-und-nonnen-rezitieren-den-text-essenz-der-ausgezeichneten-erklärungen Thekchen Chöling, Dharamsala, HP, Indien - Heute traf Seine Heiligkeit der Dalai Lama in einem Audienzsaal seines Büros mehr als 180 chinesische Mönche und Nonnen aus den taiwanesischen Klöster Thubten Chöling und Tsokdruk Öser Ling für Mönche und dem taiwanesischen Nonnenkloster Nanhai. Nachdem Seine Heiligkeit Platz genommen hatte, sangen die chinesischen Mönche und Nonnen ein Gebet für sein langes Leben auf Chinesisch. Fünf Mönche überreichten ihm in Vertretung für alle Anwesenden dann ein Mandala und die drei Darstellungen von Körper, Rede und Geist der Erleuchteten. Als Nächstes rezitierten die chinesischen Mönche und Nonnen Tsongkhapas Essenz der ausgezeichneten Erklärungen (Drang Nges Legs Shey Nyingpo) auswendig auf Tibetisch.

Vertreter der Versammlung von Mönchen und Nonnen aus Taiwan überreichen Seine Heiligkeit dem Dalai Lama zu Beginn ihres Treffens traditionelle Gaben in seiner Residenz. Dharamsala, HP, Indien, 19. November 2025. Foto: Tenzin Choejor

Anschließend richtete Seine Heiligkeit Worte an die Mönche und Nonnen: „Unter all den verschiedenen buddhistischen Traditionen der Welt gibt es vielleicht keine, die so tiefgründig ist wie die Lehren, die wir in Tibet bewahrt haben. Und unter diesen Lehren ist der Text Essenz der ausgezeichneten Erklärungen einer der hervorragendsten. Auch ich habe den gesamten Text auswendig gelernt, obwohl ich heutzutage manchmal etwas davon vergesse. Als ich euch zuhörte, wie ihr den Text auswendig rezitiert habt, erinnerte ich mich jedenfalls deutlich an seine Bedeutung, was mir besondere Freude bereitete. Es war sehr gut. Ich danke euch allen, dass ihr ihn heute hier rezitiert habt.

Im Laufe der Zeit hat sich die Lage in Tibet deutlich verschlechtert. Seit meiner Ankunft hier im Exil habe ich mich weiterhin so intensiv wie möglich mit den großartigen Texten beschäftigt. Ich möchte allen Dharma-Freundinnen und Dharma-Freunden danken, die mir dafür günstige Bedingungen geschaffen und Hindernisse aus dem Weg geräumt haben. Wie ich bereits erwähnt habe, haben wir in Tibet die reinste Sammlung buddhistischer Lehren der Welt bewahrt.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama spricht während seines Treffens mit Mönchen und Nonnen aus Taiwan zur versammelten Gemeinde in seiner Residenz. Dharamsala, HP, Indien, 19. November 2025. Foto: Tenzin Choejor

Auch in China besteht zurzeit ein starkes Interesse am Buddhismus. Daher halte ich es für sinnvoll, die buddhistischen Lehren, die wir in Tibet studiert haben, nach und nach in chinesischer Sprache auf dem chinesischen Festland zu verbreiten. Wir Tibeterinnen und Tibeter haben köstliche chinesische Speisen genossen. Nun ist es vielleicht an der Zeit, unseren Freundinnen und Freunden die Lehren weiterzugeben, die wir seit so vielen Jahren auf der Grundlage von Logik und ausführlichen Erklärungen studiert haben. Auf dem chinesischen Festland finden viele Veränderungen statt, und das Interesse am Buddhismus wächst. Ich freue mich sehr, heute hier Menschen aus Taiwan zu sehen, die den Text Essenz der ausgezeichneten Erklärungen auswendig rezitieren können. Irgendwann wird es sicherlich auch in China Gelegenheiten geben, diesen ausgezeichneten Text zu lehren und zu studieren. Ich danke euch allen.“

Seine Heiligkeit der Dalai Lama posiert nach dem Treffen mit Mönchen und Nonnen aus Taiwan für ein Gruppenfoto in seiner Residenz. Dharamsala, HP, Indien, 19. November 2025. Foto: Tenzin Choejor

Seine Heiligkeit empfing nacheinander die Mönche und Nonnen, die auswendig rezitiert hatten, sowie ihre Unterstützerinnen und Unterstützer und eine weitere Gruppe von Mongolen. Als sie Seine Heiligkeit verabschiedeten, rezitierten die taiwanesischen Mönche und Nonnen das Gebet an Arya Tara.

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75. Jahrestag der Amtsübernahme Seiner Heiligkeit des Dalai Lama https://de.dalailama.com/news/75-jahrestag-der-amtsübernahme-seiner-heiligkeit-des-dalai-lama Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/75-jahrestag-der-amtsübernahme-seiner-heiligkeit-des-dalai-lama Thekchen Chöling, Dharamshala, HP, Indien - Mehr als 6000 Menschen versammelten sich heute im tibetischen Haupttempel, um Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama für seine Fürsorge zu danken, die er seit seiner Übernahme der spirituellen und weltlichen Führung Tibets am 17. November 1950 – heute vor 75 Jahren – gezeigt hat.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama trifft im Innenhof des Tibetischen Haupttempels ein, um an den Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Übernahme der geistlichen und weltlichen Führung Tibets teilzunehmen. Dharamsala, HP, Indien, 17. November 2025. Foto: Tenzin Choejor.

Als Seine Heiligkeit das Tor zu seiner Residenz erreichte, wurde er von verschiedenen Persönlichkeiten begrüßt: von Dr. Eliska Zigova, Botschafterin der Tschechischen Republik in Indien, die heute die Ehrengästin war, dem Präsidenten der tibetischen Zentralverwaltung und gewählten Sikyong, Penpa Tsering, dem parlamentarischen Sprecher, Khenpo Sonam Tenphel, und der Obersten Justizkommissarin, Yeshi Wangmo, sowie Tashi Namgyal und Vertreterinnen und Vertretern ehemaliger Schülerinnen und Schüler mehrerer tibetischer Schulen, die zur Organisation der heutigen Veranstaltung beigetragen hatten. Sie begleiteten ihn zu seinem Platz auf der Veranda unterhalb des Tempels. Tibetische Künstlerinnen und Künstler begrüßten ihn mit Gesang und Tanz.

Während die Trompeten zu hören waren, hisste Sikyong Penpa Tsering die tibetische Flagge. Künstlerinnen und Künstler des Tibetischen Instituts für Darstellende Künste sangen anschließend die tibetische Nationalhymne, gefolgt von der indischen Nationalhymne, begleitet von Pfeifen und Trommeln. Der Oberste Justizkommissar, der parlamentarische Sprecher und der Sikyong überreichten Seiner Heiligkeit ein Mandala mit Darstellungen des Körpers, der Rede und des Geistes Buddhas. Dieses Ritual wurde von Tashi Namgyal und 24 Vertretern ehemaliger Schülerinnen und Schüler von sieben tibetischen Internatsschulen in Indien, dem Tibetischen Kinderdorf in Dharamshala, der Tibetan Homes Foundation in Mussoorie und tibetischen Tagesschulen in Indien und Nepal wiederholt, die Seiner Heiligkeit zwei wunderschöne Statuen von Avalokiteshvara Khasarpani überreichten.

Sikyong Penpa Tsering verlas die Erklärung des Kashag zu diesem Anlass, zuerst auf Tibetisch und dann auf Englisch. Er begann mit der Erinnerung, dass dieser glückverheißende Tag, an dem sich die Übernahme der spirituellen und weltlichen Führung Tibets durch Seine Heiligkeit den Dalai Lama zum 75. Mal jährt, auch im Rahmen des Jahres der Barmherzigkeit begangen wird, mit dem das 90. Lebensjahr Seiner Heiligkeit gefeiert wird.

Er erinnerte daran, dass ein einheitliches politisches Reich erstmals im Land des Schnees zur Zeit des ersten tibetischen Kaisers Nyatri Tsenpo im dritten Jahrhundert v. Chr. entstand. Während der Herrschaft der drei Dharma-Könige erstreckte sich der Einfluss des tibetischen Reiches weit über ganz Asien. Unter König Songtsen Gampo wurde eine tibetische Schrift entwickelt, die auf der indischen Gupta-Schrift basierte. Zu späterer Zeit wurden die reinen buddhistischen Lehren der Nalanda-Tradition nach Tibet gebracht. In dieser Zeit eroberte Tibet die chinesische Hauptstadt Chang‘an, das heutige Xi‘an.

Sikyong Penpa Tsering verlas während der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Übernahme der geistlichen und weltlichen Führung Tibets durch Seine Heiligkeit die Erklärung des Kashag. Dharamsala, HP, Indien, 17. November 2025. Foto: Tenzin Choejor.

Ab dem 9. Jahrhundert zerfiel das tibetische Reich, aber von der Zeit Drogön Chögyals bis zur Gründung des Gaden Phodrang bestand eine „Priester-Patron”-Beziehung zu den mongolischen, Ming- und mandschurischen Herrschern Chinas.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Amdo vom muslimischen Kriegsherrn Ma Bufang, Kham vom mandschurischen General Zhao Erfeng und Zentraltibet von den Briten erobert. Nach der Machtübernahme in China annektierte die die chinesische Nationalistische Partei Teile von Amdo und Kham und forderte die tibetischen Regierungstruppen wiederholt an der Grenze heraus. Nach der Gründung der kommunistischen Volksrepublik China im Jahr 1949 besetzte die Volksbefreiungsarmee Teile von Amdo und Kham, was schließlich zur Eroberung von Chamdo und zur Niederlage der tibetischen Armee führte.

Unter diesen Umständen wandte sich das tibetische Volk an Seine Heiligkeit den Dalai Lama und bat ihn, obwohl er erst 15 Jahre alt war, die Verantwortung für die Führung Tibets zu übernehmen. Am 17. November 1950 tat er dies. Mehr als acht Jahre lang versuchte er, mit den Chinesen zu verhandeln, um das Leben der Tieberinnen und Tibeter zu schützen und das einzigartige religiöse und kulturelle Erbe Tibets zu bewahren, und zwar im Rahmen des 17-Punkte-Abkommens, das dem tibetischen Volk damals vorgegeben worden war. Leider sah er sich 1959 angesichts der unnachgiebigen Aggression der Volksrepublik China gezwungen, ins Exil nach Indien zu gehen.

Bei seiner Ankunft im heiligen Land Indien lehnte Seine Heiligkeit das 17-Punkte-Abkommen ab und erklärte es für ungültig. In den 1970er Jahren schlug er den Mittelweg vor, um den chinesisch-tibetischen Konflikt zu lösen. Diese Politik wird von der tibetischen Zentralverwaltung bis heute verfolgt.

Sikyong Penpa Tsering würdigte Seine Heiligkeit als einen großen Bodhisattva, wie es sich in seinen unermüdlichen Bemühungen zur Erfüllung seiner vier Verpflichtungen zeigt – der Förderung menschlicher Werte, der interreligiösen Harmonie, der alten indischen Weisheit und des Erhalts der Umwelt und Kultur Tibets. Er erklärte: „An diesem freudigen Anlass sprechen wir unsere innigen Gebete für ein langes Leben Seiner Heiligkeit, des Großen Vierzehnten Dalai Lama, und für die Fortsetzung seiner erleuchteten Aktivitäten für alle kommenden Äonen.“

Parlamentsvorsitzender Khenpo Sonam Tenphel verliest im Namen des tibetischen Exilparlaments eine Erklärung während der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Übernahme der geistlichen und weltlichen Führung Tibets durch Seine Heiligkeit. Dharamsala, HP, Indien, 17. November 2025. Foto: Tenzin Choejor.

In seiner Rede im Namen des tibetischen Exilparlaments erwähnte parlamentarische Sprecher Khenpo Sonam Tenphel, dass Seine Heiligkeit 1954 China besuchte und sich dort mit chinesischen Führern traf. 1956 kam er nach Indien, um am 2.500. Buddha Jayanti teilzunehmen. Hier traf er indische Führer und schätzte besonders das lebendige demokratische System Indiens. Als er nach Tibet zurückkehrte, schloss er 1959 während des großen Gebetsfestes seine Geshe-Lharampa-Prüfung ab. Am 17. März 1959, als die Lage in Lhasa immer gefährlicher wurde, verließ er heimlich den Norbulingka-Palast und floh aus Lhasa.

Im Exil in Indien arbeitete Seine Heiligkeit mit Nachdruck daran, Bedingungen zu schaffen, unter denen Mönche und Nonnen ihr Studium wieder aufnehmen und ein klösterliches Leben führen konnten. Er plante und gründete Schulen, in denen Kinder nach einem Lehrplan unterrichtet wurden, der moderne Fächer mit tibetischer Tradition verband. Außerdem ergriff er Schritte zur Gründung eines tibetischen Exilparlaments. Er führte wertvolle Gespräche mit modernen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die Natur des Geistes und das Erlangen innerer Ruhe.

In seinen ersten Jahren im Exil bat Seine Heiligkeit die Vereinten Nationen um Hilfe. Später entsandte er Untersuchungsdelegationen nach Tibet, um die Lage dort zu beurteilen. Entsprechend seiner Entschlossenheit, Probleme durch Dialog zu lösen, führten seine Vertreter neun Gesprächsrunden mit den chinesischen Behörden, jedoch ohne Erfolg. Khenpo Sonam Tenphel appellierte an die chinesische Regierung, die Tibet-Frage noch zu Lebzeiten Seiner Heiligkeit zu lösen. Am Ende seiner Rede sprach auch er Seiner Heiligkeit herzlichen Dank aus.

Tashi Namgyal, Vorsitzender des Organisationskomitees der ehemaligen Schüler, spricht während der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Übernahme der geistlichen und weltlichen Führung Tibets durch Seine Heiligkeit im Innenhof des tibetischen Haupttempels. Dharamsala, HP, Indien, 17. November 2025. Foto: Tenzin Choejor.

Tashi Namgyal, Vorsitzender des Organisationskomitees ehemaliger Schülerinnen und Schüler, sprach als nächstes und sprach dabei die große Sorge Seiner Heiligkeit um die Tibeterinnen und Tibeter an, die ihm ins Exil gefolgt waren. Er hielt Bildung für so wichtig, dass er die Gründung der ersten tibetischen Schule im Exil in Mussoorie förderte und sie aus eigenen Mitteln unterstützte. Mit der Gründung der Zentralschulen für Tibeterinnen und Tibeter lernten tibetische Kinder ihre eigene Sprache, Geschichte und religiösen Traditionen kennen und folgten gleichzeitig einem modernen Lehrplan, der auch Mathematik und andere Fächer umfasste.

Seine Heiligkeit ermutigte seine Schwester Tsering Dolma, das Tibetische Kinderdorf in Dharamsala zu gründen, um sich um die vielen tibetischen Waisenkinder zu kümmern. Das Büro Seiner Heiligkeit stellte Mittel für viele Schulen bereit, die in tibetischen Siedlungen entstanden. Er besuchte diese Schulen selbst, um zu sehen, wie es den Kindern ging, und zeigte ihnen die Fürsorge, die man normalerweise von den Eltern bekommt.

Abschließend sagte Tashi Namgyal, dass tibetische Kinder fast alle lesen und schreiben lernen und mit der Zeit zu verantwortungsbewussten und aktiven Mitgliedern der tibetischen Gemeinschaft werden.

Ein Dankesgeschenk wird Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama während der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Übernahme der geistlichen und weltlichen Führung Tibets im Innenhof des tibetischen Haupttempels überreicht. Dharamsala, HP, Indien, 17. November 2025. Foto: Tenzin Choejor.

Danach wurde Seiner Heiligkeit ein Dankesgeschenk aus Gold und Silber überreicht, das ein Paar Hände zeigt, die ein offenes Buch halten, das von einer Lampe der Weisheit beleuchtet wird. Auch dieses Geschenk wurde in tiefer Dankbarkeit für die grenzenlose Güte Seiner Heiligkeit überreicht.

Eine Gruppe ehemaliger Schülerinen und Schüler verschiedener tibetischer Schulen sang mit Freude ein Lied, das extra komponiert worden war, um Seiner Heiligkeit Dankbarkeit auszudrücken.

Eine Gruppe ehemaliger Schülerinnen und Schüler verschiedener tibetischer Schulen singt ein von ihnen komponiertes Dankeslied für Seine Heiligkeit während der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Übernahme der geistlichen und weltlichen Führung Tibets. Innenhof des tibetischen Haupttempels, Dharamsala, HP, Indien, 17. November 2025. Foto: Ehrw. Zamling Norbu.

Anschließend hielt die heutige Ehrengästin, die tschechische Botschafterin in Indien, eine Rede: „Was ist Führung?“, fragte sie. „Ich denke, Sie stimmen mir zu, dass wir gute Führung brauchen. Wenn wir sehen, wie Führung in vielen Teilen der Welt versagt, wird diese Feier zum 75. Jahrestag der Übernahme der spirituellen und weltlichen Führung Tibets durch Seine Heiligkeit den Dalai Lama besonders bedeutsam.

Ich war bewegt davon, wie ehemalige Schülerinnen und Schüler Seiner Heiligkeit ihre Dankbarkeit zum Ausdruck brachten. Ich dachte auch daran, wie der Dalai Lama als junger Mensch unter so schwierigen Umständen die Verantwortung für die Nation und sein Volk übernahm und dann fast neun Jahre später Tibet verlassen musste. Tausende Tibeterinnen und Tibeter folgten ihm. Aus Sorge um ihr Wohlergehen veranlasste Seine Heiligkeit 1960 die Gründung von Schulen. Wir sehen hier nicht nur die Absolvierende dieser Schulen, sondern auch die Kinder, die bis heute dort lernen.

Im April dieses Jahres habe ich die Schule der Tibetan Homes Foundation in Mussoorie besucht und gesehen, dass die Kinder dort nicht nur eine gute Ausbildung erhalten, sondern auch gut versorgt werden. Und das Wunderbare ist, dass diese Kinder, die dritte Generation im Exil, fließend Tibetisch sprechen. Für die Zukunft der tibetischen Nation bete ich daher um ein langes Leben für unseren spirituellen Führer – und ich sage ‚unseren‘, weil er uns allen Führung gibt.

Als tschechischische Botschafterin möchte ich noch etwas hinzufügen. Der 17. November ist auch im tschechischen Kalender ein wichtiges Datum. An diesem Tag begann 1989 die Samtene Revolution. Nach 40 Jahren kommunistischer Herrschaft wurde diese friedlich gestürzt und Václav Havel wurde der erste freie Präsident der Tschechoslowakei.

Die Ehrengästin, die tschechische Botschafterin in Indien, Dr. Eliska Zigova, präsentiert nach ihrer Rede das Buch „Tibets Geschichte und das Vermächtnis Seiner Heiligkeit des Vierzehnten Dalai Lama“ während der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Übernahme der geistlichen und weltlichen Führung Tibets durch Seine Heiligkeit. Innenhof des tibetischen Haupttempels, Dharamsala, HP, Indien, 17. November 2025. Foto: Ehrw. Zamling Norbu.

Unser Präsident lud Seine Heiligkeit den Dalai Lama in die Tschechoslowakei ein, weil er seine Anwesenheit für seine eigene Führungsrolle als wichtig erachtete. Die Freundschaft zwischen Seiner Heiligkeit und Václav Havel war eine sehr wichtige Verbindung zwischen Tibet und der Tschechischen Republik. Ich wünsche allen Frieden, Freiheit und Wohlstand und danke Ihnen vielmals.“

Als Nächstes wurde Eliska Zigova gebeten, das Buch Die Geschichte Tibets und das Vermächtnis Seiner Heiligkeit, des vierzehnten Dalai Lama von Losang Jinpa Nampheltsang vorzustellen.

Kashag-Sekretär und Vorsitzender des Zentralen Ghoton-Organisationskomitees, Tsegyal Chukya Dranyi, sprach das Schlusswort anlässlich der Feier zum 75. Jahrestag der Übernahme der geistlichen und weltlichen Führung Tibets durch Seine Heiligkeit den Dalai Lama. Innenhof des tibetischen Haupttempels, Dharamsala, HP, Indien, 17. November 2025. Foto: Tenzin Choejor.

Der Sekretär des Kashag und Vorsitzende des zentralen Ghoton-Organisationskomitees, Tsegyal Chukya Dranyi, dankte mit gefalteten Händen Seiner Heiligkeit für die Teilnahme an dieser heutigen Veranstaltung. Er dankte auch der Ehrengästin für ihre inspirierenden Gedanken, dem Sikyong und Khenpo Sonam Tenphel für ihre aufmunternden Worte und den Gästen und allen Anwesenden für ihr Kommen, insbesondere den Absolvierenden tibetischer Schulen in Indien, Nepal und Bhutan. Abschließend bedankte er sich bei den Medienvertretern und allen, die hinter den Kulissen mitgeholfen hatten.

Seine Heiligkeit stand auf, um zu gehen, lächelte den vielen anwesenden Menschen zu seiner Linken und Rechten zu und ging durch den Innenhof. Am Tor zu seiner Residenz stieg er in einen Golfwagen, der ihn nach Hause bringen sollte. Währenddessen gingen die Feierlichkeiten im Innenhof hinter ihm weiter, wo die Menschen sangen und tanzten, bis es Zeit für das Mittagessen war.

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Gratulation an die Präsidentin von Irland https://de.dalailama.com/news/gratulation-an-die-präsidentin-von-irland Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/gratulation-an-die-präsidentin-von-irland Thekchen Chöling, Dharamsala, HP, Indien – Nach ihrer Vereidigung hat Seine Heiligkeit der Dalai Lama an Catherine Connolly geschrieben, um ihr zu ihrer Wahl zur Präsidentin von Irland zu gratulieren.

„Ihre langjährige Erfahrung im öffentlichen Dienst wird Ihnen in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Welt vor enormen Herausforderungen steht, von großem Nutzen sein“, schrieb er.

„Neben dem persönlichen Erfolg, den Ihre Wahl krönt, freue ich mich auch darüber, dass Ihr Land erneut eine Frau zur Präsidentin gewählt hat. Wie Sie vielleicht wissen, gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Frauen, wenn es um Mitgefühl geht, besonders sensibel für die Gefühle anderer sind. Ich bin daher überzeugt, dass die Welt ein verständnisvollerer und friedlicherer Ort wäre, wenn mehr unserer Führungspersönlichkeiten Frauen wären.“

Seine Heiligkeit schloss seinen Brief mit den Worten:
„Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung der bevorstehenden Herausforderungen und bei der Erfüllung der Hoffnungen und Erwartungen des irischen Volkes.“

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Gebete für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama von Menschen aus Mön-Tawang https://de.dalailama.com/news/gebete-für-das-lange-leben-seiner-heiligkeit-des-dalai-lama-von-menschen-aus-mön-tawang Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/gebete-für-das-lange-leben-seiner-heiligkeit-des-dalai-lama-von-menschen-aus-mön-tawang Thekchen Chöling, Dharamsala, HP, Indien – Der Innenhof des Thekchen Chöling Tsuglagkhang, des tibetischen Haupttempels in Dharamsala, war heute reich mit Blumengirlanden geschmückt. Vom Tor zu Seiner Heiligkeit des Dalai Lama’s Residenz bis zu seinem Thron auf der Veranda unterhalb des Tempels war ein roter Teppich mit glückverheißenden Symbolen ausgelegt und mit Blütenblättern bestreut. Etwa 550 Menschen in traditioneller Mönpa-Tracht nahmen im Hof Platz.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama trifft ein, um an den von den Menschen aus Mön-Tawang dargebrachten Gebeten für sein langes Leben teilzunehmen. Dharamsala, Indien, 11. November 2025. Foto: Tenzin Choejor

Als Seine Heiligkeit das Tor erreichte, wurde er von Vertreter:innen der Veranstalter – der All Mönpa Students’ Union und der Youths of Mönyul unter der Leitung von Lama Ngawang Norbu – begrüßt. Anschließend schritt er durch einen mit Blumen geschmückten Torbogen die Mittelgasse des Hofes entlang, lächelte und winkte den Anwesenden zu. Die Menge sang leise Willkommenslieder.

Nachdem Seine Heiligkeit Platz genommen hatte, wurde Tee serviert. Die Gebete für sein langes Leben basierten auf der Anrufung der sechzehn Arhats. Es wurde ein Tsog dargebracht, von dem Seine Heiligkeit einen Teil annahm und aß. Danach bot der Chantmeister eine Mandala-Gabe dar und bat um sein langes Leben. Lama Ngawang Norbu, zugleich Präsident der Tendhön Cultural Preservation Society, Tawang, überreichte ebenfalls eine Mandala-Gabe mit den drei Darstellungen von Körper, Rede und Geist des Buddha.

Während Das Lied der Unsterblichkeit – Das umfassende Gebet für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, verfasst von seinen beiden Lehrern, rezitiert wurde, traten die Mitglieder der Organisatoren nacheinander vor, um den Segen Seiner Heiligkeit zu empfangen, während eine Prozession mit Opfergaben vorbeizog.

Dann wandte sich Seine Heiligkeit an die Versammelten:

„Ich wurde als Wiedergeburt der früheren Dalai Lamas erkannt und studierte hauptsächlich bei Ling Rinpoché und anderen. Unter schwierigen Umständen kam ich nach Indien. Seitdem habe ich viele Länder der Welt besucht, und überall freuen sich die Menschen, mich zu sehen. Ich wurde in Amdo geboren und habe die meiste Zeit meines Lebens darauf verwendet, den Lehren und den fühlenden Wesen zu dienen. Besonders die Lehren und das tibetische Volk liegen mir am Herzen. So ist es, seit ich in Indien bin. Ich besuche heilige Orte wie Bodhgaya und kann so Buddhisten aus Tibet helfen – und ich habe das Vertrauen, dass ich eines Tages auch Buddhisten in China zugutekommen kann.“

Seine Heiligkeit der Dalai Lama spricht während der Gebete für sein langes Leben zur Versammlung im Innenhof des tibetischen Haupttempels. Dharamsala, Indien, 11. November 2025. Foto: Tenzin Choejor

„Ich habe inzwischen ein hohes Alter erreicht, aber ich bin gesund und kann den Lehren weiterhin dienen. Ich hatte die Gelegenheit, dem Dharma und denjenigen, die Vertrauen in ihn haben, aufrichtig zu dienen.“

„Als ich Norbulingka verließ, betete ich für das Wohlergehen der Lehren und der fühlenden Wesen, insbesondere für das tibetische Volk. Als wir den Tsangpo-Fluss überquerten, war ich traurig, doch die Bootsmänner trösteten mich. Sie sagten: ‘Auch wenn Ihr Lhasa vorübergehend verlassen müsst, seid nicht traurig – eure guten Taten zum Wohle Tibets in religiöser und politischer Hinsicht werden nicht vergeblich sein, wo immer Ihr auch seid.’ Wie freundlich sie waren! Ihre Worte beruhigten meinen Geist, und schließlich erreichte ich Indien. Seitdem habe ich viele Teile Indiens und der Welt besucht, stets mit reiner Motivation. Ich habe immer getan, was ich körperlich tun konnte, und dabei einen fokussierten, reinen Geist bewahrt. Ich bin nie davon abgewichen. Auch wenn ich körperliche Schwierigkeiten hatte, habe ich mich stets bemüht und die Herausforderungen mit Mut angenommen.“

„Durch meine Reisen ist mein Name weithin bekannt geworden. Ich konnte vielen Menschen ein wenig helfen, indem ich ihnen die buddhistischen Lehren erklärte. Ich habe mich bemüht und werde das weiterhin tun. Als ich nach Indien kam, freuten sich die Menschen, mich zu sehen – und das hat sich bis heute nicht geändert.“

Teilnehmende aus Mön-Tawang hören den Worten Seiner Heiligkeit des Dalai Lama während der Gebete für sein langes Leben im Innenhof des tibetischen Haupttempels zu. Dharamsala, Indien, 11. November 2025. Foto: Tenzin Choejor

„Ihr Menschen aus Mön-Tawang seid hierhergekommen und habt aufrichtige Gebete für mein langes Leben gesprochen und Bitten an Chenrezig gerichtet. Diese Gebete zeigen euren Glauben und euer Vertrauen in mich.“

„Von dem Moment an, in dem ich morgens aufwache, bis ich abends wieder einschlafe – ja, selbst im Schlaf – bete ich: ‘Mögen die Segnungen des Buddha all jene erreichen, die Vertrauen in mich haben.’ So bete ich unaufhörlich, den fühlenden Wesen und den Lehren von Nutzen zu sein.“

Er fügte hinzu: „Ihr habt euch heute hier aus Glauben versammelt – dafür danke ich euch. Neben den Gebeten, die wir gesprochen haben, werde ich euch nun die mündliche Übertragung der Mantras von Chenrezig, Manjushri und Arya Tara geben.“

Zuerst rezitierte Seine Heiligkeit ein Gebet an Chenrezig:

„Mit einem schönen, makellosen weißen Körper, dessen Haupt von einem vollkommen erleuchteten Buddha gekrönt ist, schaust du mit einem Geist des Mitgefühls auf die fühlenden Wesen. Ich verneige mich vor dir, o Chenrezig.“

Er wies auf die besondere Verbindung zwischen Chenrezig und dem tibetischen Volk sowie den Menschen in der Himalaya-Region hin und bat die Versammelten, das Mantra Om mani padmé hung dreimal mit ihm zu wiederholen und es anschließend gemeinsam für ein Mala zu rezitieren.

Als Nächstes rezitierte Seine Heiligkeit ein Gebet an Manjushri:

„Du, der du in Gestalt eines Jünglings erscheinst und die große Lampe der Weisheit entzündest, die die Dunkelheit der Welt vertreibt, ich verneige mich vor dir, o Manjushri.“

„Wir mögen eine reine Motivation haben, anderen zu helfen“, erklärte Seine Heiligkeit, „doch ohne die Unterscheidungskraft, die aus der Weisheit entsteht, wissen wir nicht wirklich, was hilfreich ist und was nicht. Mit Weisheit können wir die Natur der Wirklichkeit erkennen. Wenn Mitgefühl mit Weisheit verbunden ist, gibt es nichts Größeres – weder für uns selbst noch für andere.“

Blick auf den Innenhof des tibetischen Haupttempels während der Gebete für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, dargebracht von den Menschen aus Mön-Tawang. Dharamsala, Indien, 11. November 2025. Foto: Ven Zamling Norbu

„In meinem eigenen Fall schreibe ich meinen klaren Geist dem Rezitieren des Manjushri-Mantras zu. Noch heute lehre ich dieses Mantra den Kindern, die zu mir kommen. Es schenkt uns analytische, klare, schnelle, tiefgründige und differenzierte Weisheit.“

Zum Schluss bemerkte Seine Heiligkeit, dass Arya Tara einzigartig sei in ihrer Verkörperung der heilsamen Aktivitäten der Erleuchteten und in ihrem Schutz vor den acht großen Ängsten. Danach bat er die Versammelten, ihr Mantra dreimal mit ihm zu wiederholen.

Daraufhin überreichte die All Mönpa Students’ Union, angeführt von ihrem Präsidenten, eine Mandala-Gabe als Dank dafür, dass Seine Heiligkeit ihre Bitte, lange zu leben, angenommen hatte. Es folgte ein kurzes Gebet für sein langes Leben sowie das „Gebet der Worte der Wahrheit“.

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Gebete für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama https://de.dalailama.com/news/gebete-für-das-lange-leben-seiner-heiligkeit-des-dalai-lama-2 Tenzin Sewo https://de.dalailama.com/news/gebete-für-das-lange-leben-seiner-heiligkeit-des-dalai-lama-2 Thekchen Chöling, Dharamsala, HP, Indien – An diesem Morgen lag ein frischer Herbsthauch in der Luft, und ein klarer blauer Himmel spannte sich über Dharamsala, als Seine Heiligkeit der Dalai Lama das Tor zu seiner Residenz erreichte. Vertreter:innen der Dhanglob-Gemeinschaft, die die heutige Zeremonie für sein langes Leben organisiert hatten, begrüßten ihn und führten ihn zum Tsuglagkhang, dem tibetischen Haupttempel. Währenddessen tanzten Tashi-Shölpa-Tänzer, und eine Gruppe von Frauen in farbenprächtigen Kostümen sang zur Begrüßung.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama auf dem Weg zum tibetischen Haupttempel, um an den Gebeten für sein langes Leben teilzunehmen. Dharamsala, Indien, 31. Oktober 2025. Foto: Tenzin Choejor

Die heutigen Gebete fanden im Rahmen des fortlaufenden „Guru Bum-tsog“ statt – einer Zeremonie mit hunderttausend Tsog-Darbringungen an Guru Padmasambhava, die von der Dhanglob-Gemeinschaft durchgeführt wird. Dieses Ritual wird morg

en, am zehnten Tag des tibetischen Monats, seinen Abschluss finden. Zusätzlich zu dieser Gebetssammlung haben die Organisatoren die Begrenzungsmauer der Residenz Seiner Heiligkeit in den traditionellen Farben Weiß und Dunkelrot neu gestrichen.

Im Tempel wurde Seine Heiligkeit vom Abt des Ganden Shartsé-Klosters, dem Abt des Drepung Gomang-Klosters, dem Abt des Gyutö-Klosters, dem Ganden Tri Rinpoché, dem Sharpa Chöjé, dem Abt des Namgyal-Klosters, Thomtog Rinpoché sowie der jungen Wiedergeburt von Lhagyala Rinpoché empfangen.

An diesem Tag leitete Thomtog Rinpoché das Amitayus-Langlebigkeitsritual, das vom Fünften Dalai Lama verfasst wurde. Ihm zur Seite standen etwa 3.500 Teilnehmende. Zu seiner Rechten saß der Dorjé Löbpön, zu seiner Linken der ehemalige Dorjé Löbpön des Namgyal-Klosters.

Thomtog Rinpoché leitet die Gebete für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama im tibetischen Haupttempel. Dharamsala, Indien, 31. Oktober 2025. Foto: Tenzin Choejor

Während einer bestimmten Phase des Rituals nahm Thomtog Rinpoché den Langlebenspfeil – mit farbiger Seide umwickelt und mit einem Spiegel geschmückt – und schwenkte ihn vor sich in der Luft, um das Sammeln positiver Verdienste zu symbolisieren. Anschließend übergab er ihn Seiner Heiligkeit, der dieselbe Geste wiederholte.

Drei Mönche brachten daraufhin eine große Schale mit Tsog-Darbringungen zu Seiner Heiligkeit. Er nahm einen Teil davon und aß ihn, bevor er seinen Finger in den gereichten Nektar tauchte und davon kostete.

Eine Mandala-Gabe wird Seiner Heiligkeit des Dalai Lama während der Gebete für sein langes Leben im tibetischen Haupttempel dargebracht. Dharamsala, Indien, 31. Oktober 2025. Foto: Tenzin Choejor

Thomtog Rinpoché überreichte gemeinsam mit Vertreter:innen der Organisatoren Seiner Heiligkeit eine Mandala-Gabe, Darstellungen von Körper, Rede und Geist des Buddha, eine Langlebensvase, aus der Seine Heiligkeit einen Tropfen Nektar nahm, sowie einen Haufen von Langlebenspillen, von denen er eine zu sich nahm. Außerdem wurden ihm mehrere rituelle Kuchen in verschiedenen Farben, die mit Langlebensritualen verbunden sind, dargebracht. Anschließend folgten Tabletts mit Darstellungen der acht glückverheißenden Symbole, der sieben königlichen Embleme und der acht glückverheißenden Substanzen.

Der Ganden-Thronhalter, Jetsun Lobsang Dorjee, der Sharpa Chöjé, Jetsun Ngawang Jorden, sowie Vertreter:innen der Organisatoren überreichten jeweils gesondert drei Darstellungen von Körper, Rede und Geist des Buddha an Seine Heiligkeit. Währenddessen wurde das Gebet „Die Melodie des Nektar der Unsterblichkeit – Ein Gebet für das lange Leben Seiner Heiligkeit des 14. Dalai Lama, des höchsten Siegers und Allwissenden“, verfasst von Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö, rezitiert.

Mitglieder der Dhanglob-Gemeinschaft bringen während der Gebete für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama im tibetischen Haupttempel Opfergaben dar. Dharamsala, Indien, 31. Oktober 2025. Foto: Tenzin Choejor

Eine Prozession aus Mitgliedern der Dhanglob-Gemeinschaft, die sich bis zum hinteren Ende des Tempelhofs erstreckte, zog durch den Tempel und brachte Opfergaben wie Statuen, Schriften und andere Darbringungen dar. Den Abschluss der Reihe bildeten eine tibetische Flagge und ein älterer Mann in weißer Kleidung. Währenddessen wurde „Das Lied der Unsterblichkeit – Das umfassende Gebet für das lange Leben Seiner Heiligkeit des Dalai Lama“, verfasst von seinen beiden Lehrern, rezitiert.

Am hinteren Ende des Tempels sangen drei junge Männer ein zeitgenössisches Lied, das den Wunsch nach einem langen Leben Seiner Heiligkeit ausdrückte, begleitet von Dram-nyen und Gitarre.

Zum Abschluss wurde Seiner Heiligkeit eine Dankes-Mandala-Gabe dargebracht – als Ausdruck der Dankbarkeit dafür, dass er die Bitte angenommen hat, lange zu leben. Vertreter:innen der Organisatoren traten zum Thron, um seinen Segen, eine Kata und ein Schutzband zu empfangen.

Unter den abschließenden Gebeten befand sich das „Gebet für das Gedeihen des Dharma“, das in Atishas gesammelten Werken erscheint. Es heißt jedoch, dass er es im „Sutra vom Wesen des Mondes“ gefunden habe. Darauf folgten das „Gebet der Worte der Wahrheit“ sowie das bekannte Einvers-Gebet für das lange Leben Seiner Heiligkeit:

Im himmlischen Reich Tibet, umgeben von einer Kette schneebedeckter Berge,
die Quelle allen Glücks und aller Hilfe für fühlende Wesen,
ist Tenzin Gyatso – Chenrezig in Person –
möge sein Leben über Hunderte von Äonen sicher bestehen!

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