Die Verwüstung, die die jüngsten Erdbeben in Venezuela angerichtet haben, erfüllt mich mit tiefer Trauer. So viele kostbare Menschenleben wurden ausgelöscht, viele weitere Menschen verletzt. Ich bete für die Verstorbenen und spreche allen Betroffenen mein herzliches Mitgefühl und meine aufrichtige Anteilnahme aus.
In unserem Innersten sind wir alle gleich. Wir alle suchen das Glück und wünschen uns, von solchem Leid verschont zu bleiben. Im Geiste dieser gemeinsamen Menschlichkeit tragen wir alle Verantwortung füreinander – uns gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Es erfüllt mich daher mit grosser Ermutigung, dass bereits Hunderte internationaler Rettungskräfte in Venezuela eingetroffen sind, um der Bevölkerung in dieser Stunde tiefer Trauer beizustehen.
Ich möchte auch zum Ausdruck bringen, wie sehr mich die Offenheit und Herzlichkeit bewegt hat, die mir die Menschen in Venezuela – aus allen Schichten der Gesellschaft – während meines viertägigen Besuchs im Jahr 1992 entgegengebracht haben; ihre Aufgeschlossenheit gegenüber den Werten, für die ich einstehe: Güte, Mitgefühl, Genügsamkeit, Selbstdisziplin und Harmonie zwischen den Religionen der Welt. Eben diese Wärme des Herzens wird das venezolanische Volk, daran zweifle ich nicht, auch durch diese schwere Zeit tragen.
In der Verbundenheit meiner Gebete,
Dalai Lama










